Dreiundzwanzig ist nicht gerade ein aussagekräftiger Titel für eine Tourenbeschreibung. Die Zahl ist mir aber auf meiner 4-Tages-Alpentour einige Male verkommen. Und so langsam wird's auch Zeit, mal was drüber zu schreiben.
Los gings im August Montag morgens um kurz vor acht. Tagesziel war ein Campingplatz am Milstätter See in Kärnten als Ausgangsbasis für die weiteren Tage. Also erstmal die bekannte Strecke über das Rohrach, um den Grünten rum (die Durchfahrt durch Sonthofen war gesperrt, deshalb auch kein Oberjochpass), Gaichtpass und Hahntennjoch nach Imst. Dann durchs Ötztal und übers Timmelsjoch (11 Euro für die Durchfahrt abdrücken..) nach Italien. Die österreichische Seite des Timmelsjochs ist kahl und landschaftlich nicht wirklich sehenswert. Auf der italienischen Seite ist's dafür umso abenteuerlicher (Tunnel mit LED-Landebahnmarkierungen, sonst aber unbeleuchtet). Dann weiter über den Jaufenpass. Der Rest der Strecke über Lienz bis zum See war recht langweilig. Der Zeltplatz war nicht direkt am See, recht klein und unkomfortabel, jeden Tag gab's neue Nachbarn, aber ich war ja eh nur zum Schlafen dort.
Am zweiten Tag war die innerösterreichische Runde angesagt. Erstmal am See entlang, dann Richtung Norden über die Turacher Höhe.

Weiter durch den Twenger Talpass und die Tauernpasshöhe zum Pass Gschütt (eine Art Bodenwelle) und zum Hallstädter See. Dann wieder nach Süden durch das Sölktal. Noch einen großen Ostbogen durch dieses Kaff:

Und wieder zurück zum See.
Am dritten Tag wurde es wieder international. Wieder am See entlang, dann aber nach Süden. Bei Villach hat sich dann mein Navigationssystem an einem Bug aufgehängt und ich bin um Faaker-, Wörther- und Oissacher See gekreist, bis das Navi mit einem Blick auf eine Karte wieder zur kalibiriert wurde. Dann gings über den Wurzenpass nach Slovenien. Dort immer Richtung Süden durch schöne Landschaften und reparaturbedürftige Kopfsteinpflasterkehren und irgendwann rechts ab Richtung Italien. Einen Schlenker durch die Selva Nevea und über den Naßfeldpass zurück nach Österreich. Am Pass gibt's einen See (oder eher ein Tümpel) mit mir nicht ganz unbekanntem Namen:

Und wieder zurück über Villach zum See.
Zurück nach Hause gings dann über den Großglockner (18 Euro). Total überlaufene Strecke, aber einmal im Leben muß man ja mal den Gletscher gesehen haben.

Vorbei am Wilden Kaiser, durch Innsbruck (bei 35 °C), Garmisch und den Ammerwald zum Plansee. Durch Reutte, den Gaichtpass hoch. Sonthofen war immer noch gesperrt; also den Oberjochpass runter und wieder hoch (geil!) und wieder um den Grünten rum. Vor dem Alpsee rechts ab über Isny Richtung Heimat.
Insgesamt etwas über 23 x 100 km bei einem Durchschnittsverbrauch von unter 2,7 l/100 km.
__________________ Ein Motorradtraum wird meiner Ansicht nach dann wahr, wenn man mit der eigenen Kohle, der eigenen kreativen Schrauberei, den eigenen Ideen folgend sich mit seinen eigenen Händen sein eigenes Krad zurecht macht. (Helmut Wicht)
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